Die Nischen im Markt – The Long Tail
„The Long Tail“ ist ein Buch, welches Chris Anderson, der Chefredaktor des Computermagazins „Wired“ im Jahr 2004 geschrieben hat und das am 11. Juni 2006 vom Hyperion Verlag veröffentlicht wurde.Unsere Kultur und unser Konsumverhalten sind vom Mainstream geprägt, zumindest war dies in den 80ern und 90ern der Fall. Dieses Kosumverhalten verschiebt sich gemäss Anderson von Massen- in Nischenmärkte.
Im globalen Markt, in dem es theoretisch unlimitiert Platz im Regal gibt und die Distribution kein Problem mehr darstellt, kann ökonomisch gesehen praktisch jedes Gut ebenso viel Erfolg haben, wie ein Mainstream-Artikel. Online-Warenhäuser wie Amazon oder iTunes sind in der Lage nahezu jede Ware virtuell anzubieten. Die Anzahl der Nischenprodukte ist enorm und übersteigt diejenige der „Hits“. Diese unzähligen Nischen bilden den Long Tail.
Anderson schreibt in seinem Buch, dass beim Konsumenten die wahre Nachfrage enthüllt wird, wenn man diesem nur eine unendlich grosse Auswahl biete. Zudem stelle sich heraus, dass der Konsument wesentlich weniger auf Hits und Mainstream fokussiert ist, als allgemein angenommen.
Anderson und sein Team haben während ihrer Studien herausgefunden, dass es – vergleicht man die Daten von Online- und Offline-Verkäufern in den Bereichen Musik, Filme und Bücher – im Wesentlichen drei Wege gibt, den Long Tail zu quantifizieren:
- Wie gross ist der Long Tail? (Anzahl der Artikel, welche typischerweise nicht Offline erhältlich sind.)
- Inwiefern verändert der Zugang zu so vielen Nischenprodukten die Form der Nachfrage? Gibt es eine Verschiebung von Massen- zu Nischenmärkten?
- Welche Werkzeuge und Techniken führen zu dieser Verschiebung und welche sind die effizientesten?
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